MeshLinux

MeshLinux von Elektra

meshlinux-2.4.26-release1.iso.md5

meshlinux-2.4.26-release1.iso

Der Mesh-Linux-Kernel beinhaltet eine Vielfalt von WLAN-Treibern, neu ist die Unterstuetzung fuer Host-AP, Prism54 und Madwifi. Die Chipsaetze von Texas Instruments sollten ebenfalls funktionieren - dazu muss aber separat die passende Firmware beschafft werden (Lizenzbestimmungen). Die Entwickler des Treibers machen das leicht, da sie Programme mitliefern, um den Download zu automatisieren. Die Entwicklerinformationen sind zu finden in /usr/doc/.

Was fehlt - das wird vielleicht auch weiterhin so bleiben - ist 'ndiswrapper'. Man sollte den Teufel tun und Firmen durch den Kauf ihrer Produkte unterstuetzen, die sich nicht um die Entwicklung von nativen Linux-Treibern fuer ihre Produkte scheren.

Mesh-Linux wurde erweitert um die Routing-Deamons olsrd fuer Optimized Link-State-Routing, ripd fuer RIP, aodvd fuer Ad-Hoc-On-Demand-Distance-Vektor-Routing, ospfd fuer OSPF, bgpd fuer das Border-Gateway-Protokoll. Ausserdem beinhaltet Mesh-Linux jetzt den Webserver thttp, den Wireless-Sniffer kismet, das komfortable Ftp-Programm ncftp sowie netcat, rsync, bridge-utils und einiges mehr.

Neu - aber noch absolut unfertig - ist ein deutschsprachiges HTML-Hilfesystem, das mit dem Befehl 'hilfe' gestartet wird. Unterstuetzung zum Aufbau des Hilfesystems - auch in mehreren Sprachen - ist sehr willkommen. Vielen Dank an die Menschen, die das alte System getestet und ihre Erfahrungen geschrieben haben.

Bitte testen, was das Zeug haelt, verbessern, korrigieren, HOWTOs schreiben...

Schreibt an onelektra at gmx punkt net

Urspruenglich wollte Ich nur eine Installations-CD fuer Einsteiger anbieten, um ihnen die Installation eines WLAN-Routers mit Linux und Mobilemesh zu erleichtern. Inzwischen habe Ich Mich eingehender mit den verschiedenen Ad-Hoc-Routing-Protokollen beschaeftigt, und auch Staerken und Schwaechen von Mobilemesh kennengelernt. Der Stein der Weisen im Ad-Hoc-Routing ist IMHO noch nicht gefunden - es ist ein Evolutionsprozess. Als Konsequenz daraus enthaelt die Distribution moeglichst alle Ad-Hoc-Routing-Protokolle, fuer die frei erhaeltliche Implementierungen fuer Linux existieren. Das Projekt heisst deshalb jetzt Mesh-Linux.

Die Versionsnummern von Mesh-Linux sind mit der Versionsnummer des verwendeten Kernels identisch. Mesh-Linux ist ein moeglichst sauberes GNU-Linux und kein Dingsda mit irgendeiner phantastischen Release-Nummer in dem ein proprietaeres Sueppchen gekocht wird.

Es gibt einen Mirror fuer den HOWTO-Text und das ISO-Image: [WWW] http://www.admin-solutions.de/modules/news/article.php?storyid=15

Minimales HOWTO Die CD ist gedacht zur Installation auf einer IDE-Platte mit 130 MByte oder groesser. Zur Installation der CD nehmt Ihr am besten eine andere Maschine, die von CD booten kann, und setzt die Festplatte erst nach der Installation in den Router ein. Es gibt notfalls auch eine Bootdiskette auf der CD, falls das BIOS nicht von CD booten kann. Die Festplatte wird als einzige Platte im System an den ersten IDE-Controller als Master angeschlossen. Dann sagt Ihr der Maschine, sie soll als erstes von der CD-ROM starten.

Das Installationsskript macht (fast) alles selbst. Ihr koennt Eure Tastaturbelegung auswaehlen, dann "install" eingeben, nach erneuter Abfrage "j" eintippen und das war es dann...

Wenn das Installationsskript ferig ist werdet Ihr aufgefordert Euch als "root" einzuloggen. Das koennt Ihr getrost vergessen und den Computer *ausnahmsweise* ohne vorherige Vorwarnung ausschalten bzw den Resetknopf druecken. Oder mit dem Befehl "halt" herunterfahren. Vor dem Neustart CD herausnehmen oder dem BIOS mitteilen zuerst von Festplatte zu starten.

Wenn Ihr vor dem Neustart einen USB-Wlan-Adapter einsteckt (getestet mit Belkin USB-Wlan-Adapter und ALLNET ALL0183) laeuft das System schon fast wie gewuenscht - Ihr muesst jetzt ein sicheres Passwort fuer den Benutzer "root" angeben und die IP-Adresse, Broadcast und Netzmaske zuweisen. Achtung: Ihr muesst die IP auf jeden Fall aendern. Es darf keine Dubletten in den IP-Adressen im Mesh-Netzwerk geben!

Der Eintrag in rc.meshlinux muss fuer ein Klasse A Netz (/8) so aussehen:

ifconfig wlan0 10.XXX.XXX.XXX netmask 255.0.0.0 broadcast 10.255.255.255

Es kann sein, das Eure Funknetzwerkkarte nicht wlan0 sondern atml0, eth0 oder eth1 ist. Dann den Eintrag austauschen. Er muss dann ausserdem noch in /etc/mobilemesh/mmrp.conf geaendert werden.

Diese Festplatte verfrachtet Ihr in einen alten PC, bevorzugt mit einem USB-Anschluss oder freien PCI-Steckplatz. Aber auch auf einem alten 486er nur mit ISA-Schnittstellen wird die Sache laufen. Fuer den 486er braucht Ihr dann eine ISA-zu-PCMCIA-Adapterkarte und eine 16-bit Wavelan-Karte. Ich bevorzuge USB, da man dann keine Antennenkabel, teure HF-Stecker usw. braucht. Das USB-Kabel kann bis zu fuenf Meter lang sein und bringt logischerweise keine Hochfrequenzverluste. So ein Kabel kostet 1 Euro 90 bei www.reichelt.de. Falls der Rechner kein USB hat oder das dazugehoerige Kabel vom Mainboard nach aussen fehlt, hilft ein PCI-zu-USB-Adapter fuer ca. 10 Euro. Fuer einen alten PC mit Baujahr vor Anfang 1998 auf keinen Fall einen USB-PCI-Adapter fuer USB Version 2.0 kaufen! Diese sind alle zu PCI-Bus Version 2.1 nicht kompatibel - in einem Mainboard ohne PCI Version 2.2 funktioniert keiner der Chipsaetze fuer USB 2.0.

Selbstverstaendlich sollten auch PCI-Karten problemlos laufen. An Treibern befindet sich fast alles in dem Sytem was unter Linux fuer 802.11 a,b,g Ende Juni 2004 erhaeltlich war. Allerdings arbeiten nicht alle Treiber fuer alle Karten problemlos mit den Wireless Tools zusammen. Das heisst, sie reagieren nicht, oder nicht korrekt auf den Befehl iwconfig, mit dem das Wirelessinterface konfiguriert wird. Aktuell sollte das aber eine seltene Ausnahme sein :-)

In dem Router-Computer braucht Ihr nur die Hauptplatine, Prozessor, Speicher, Festplatte und den Anschluss fuer die Wlan-Karte. Optional eine oder zwei normale Netzwerkkarten fuer den Anschluss an das ADSL oder das lokale Netz.

Keine Grafikkarte ist noetig, keine CD oder Floppy (staubt auf dem Dachboden sowieso ein) - jede zusaetzliche Komponente frisst unnoetig Strom. Fuer Wartungsarbeiten koennt Ihr Euch von aussen per ssh einwaehlen oder ein serielles Terminal an die erste serielle Schnittstelle anschliessen. Die Einstellungen fuer das serielle Terminal sind 8 N 1 - 9600 Baud - VT100.

ACHTUNG: Nicht vergessen im BIOS einzustellen: HALT ON NO ERRORS. Das ist meistens im ersten Menue des BIOS einzustellen. Andernfalls bleibt der PC beim Startprozess stehen und meckert weil er keine Tastatur/Grafikkarte findet. In aelteren Maschinen muesst Ihr ueber AUTODETECT HARDDRIVE die Festplatte dem Rechner bekannt machen. Bei neueren BIOS kann man die automatische Festplattenerkennung - meistens im ersten Menue des BIOS - einstellen (MODE: AUTO)

Im einfachsten Fall stellt Ihr die Maschine auf den Dachboden (oder schraubt ihn unters Dach), und befestigt den USB-Wireless-LAN-Adapter auf dem Dach in einer wasserdichten, mikrowellengeeigneten Box. Diese Box sollte noch ein Sonnendach bekommen unter dem die Luft zwischen Box und Sonnendach durchziehen kann, damit Eure Elektronik im Sommer keinen Sonnenstich bekommt. ;-)

Bekannte Installationsprobleme: Natuerlich solltet Ihr in der Lage sein eine Festplatte einzubauen und zu jumpern. Dafuer will ich aber kein HOWTO schreiben. Man befrage die Suchmaschine der Wahl. Bisweilen gibt es Probleme so alte Festplatten in einem modernen System zur Mitarbeit zu ueberreden. Sie lassen sich z.B. nicht in den Ruhezustand versetzen. In dem Fall andere Platte nehmen, die ein klein wenig juenger ist, denn es ist nicht noetig die Platte staendig laufen zu lassen. Oder die Festplattenelektronik signalisiert noch nicht Betriebsbereitschaft nach dem Neustart des Systems wenn das BIOS schon auf die Platte zugreifen will. Das ist mir auf einem Athlon 800 beim Aufspielen des Systems passiert. In diesem Fall hilft ein Druck auf den Resetknopf (dann hat die Platte schon eine Weile Strom um warmzulaufen und bekommt eine zweite Chance...)

Die Installation modifizieren, erweitern...

Das Mesh-Linux basiert im Moment auf Slackware Linux Version 10.0, zu finden unter www.slackware.com. Ein guter Mirror ist www.slackware.at. Slackware hat kein eigenes Paketformat wie RedHat oder Debian. Stattdessen gibt es Softwarepakete im tar.gz-Format. Zur Installation kopiert man die Pakete in ein Verzeichnis der Wahl und gibt an der Kommandozeile 'pkgtool' ein.

FAQ

Warum Slackware? Slackware ist schlanker, einfacher und leichter klein zu halten als z.B. Debian. Es geht weniger automatisch, das spart Platz. Leider ist die Paketauswahl sehr viel kleiner und man darf oefters selbst was kompilieren. Mir ist das selbstkompilieren eigentlich sowieso viel lieber - man ist naeher an den Entwicklern dran und bekommt die wichtigsten Informationen im Quelltext-Archiv mitgeliefert.

Meine Wlan-Karte wird nicht erkannt, obwohl das Chipset unterstuetzt wird! Sowohl der cardmanager-daemon als auch der hotplug-daemon sind darauf angewiesen in ihren Konfigurationsdateien die Informationen wiederzufinden, mit denen sich die jeweilige Hardware dem System gegenueber zu erkennen gibt. Finden die daemonen nichts wird die Karte 'nicht erkannt'. Das macht aber nichts, wenn das Chipset ansonsten unter Linux funktioniert. In dem Fall die Definition der Karte dort eintragen. Z.B. liest der Cardmanager seine Informationen aus /etc/pcmcia/config und den anderen Dateien mit der Endung .conf im selben Verzeichnis. Mit dem Befehl 'tail -f /var/log/syslog' sieht man die letzten 10 Zeilen des syslog-daemon. Jetzt Karte aus- und wieder einstecken. Den Output der Karte in die entsprechende Konfigurationsdatei eintragen, mit dem Verweis auf den hoffentlich funktionierenden Treiber. Bei Erfolg sowohl mich als auch die Entwickler des Treibers kontaktieren und die Definition schicken, damit sie in die Treiberpakete eingebunden werden.

Bekomme folgende Error-Message: Error for wireless request "Set ESSID" SET failed on device wlan0 ; Function not implemented

Beim Start des Systems fuehrt das Skript in /etc/rc.d/rc.meshlinux den Steuerungsbefehl iwconfig aus (interface-wireless-config). Deine Wlan-Karte kann damit aber nichts anfangen. Oder versuchst Du eine normale Netzwerkkarte (Fast-Ethernet) mit den Wireless-Tools zu konfigurieren? ;-) In diesem Fall ist es so, das der Netzwerkkartentreiber nicht oder nicht richtig mit den wireless-Tools zusammenarbeitet. Die wireless-tools beinhalten ein Set von Steuerungsprogrammen (iwconfig, iwpriv) mit denen Wlan-Hardware konfiguriert werden kann. Kartentreiber, welche die wireless-tools nicht unterstuetzen arbeiten entweder mit einem Startskript oder bringen eigene Steuerungsprogramme mit.

Im Zusammenhang mit WLan unter Linux, Treibern usw sei besonders warm der Link zur Webseite vom Jean Tourhilles empfohlen: [WWW] http://www.hpl.hp.com/personal/Jean_Tourrilhes/Linux/ Eine sehr gute Seite zum Thema Wireless-LAN. Jean ist der Autor der Wireless-Tools, des Wireless-HOWTO fuer Linux und von Treibermodulen fuer Lucent-Wlan-Karten.

[WWW] http://www.c-base.org


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last edited 2005-08-16 22:08:32 by p54BEAAE3